Tipps

Besser Durchschlafen

Falls es Ihnen schwer fällt nachts durchzuschlafen, könnten Ihnen folgende Tipps helfen:

– Vermeiden Sie späte und schwere Mahlzeiten

– Versuchen Sie einen regelmäßigen Schlafrhythmus zu etablieren und immer zu ähnlichen Zeiten ins Bett zu gehen bzw. aufzustehen

– Alkohol vor dem Schlafengehen kann zwar müde machen, stört aber das Durchschlafen in der zweiten Nachthälfte

– Achten Sie auf Ihr Schlafzimmer: Die meisten Menschen können bei kühlen Temperaturen und Dunkelheit am Besten durchschlafen

– Wenn Sie nachts aufwachen, sollten Sie nicht darüber nachdenken, wie müde Sie am nächsten Tag sein werden. Setzen Sie sich nicht unter Druck sofort wieder einschlafen zu müssen

– Wenn Sie nachts aufwachen, sollten Sie erstmal 15 Minuten liegen bleiben und versuchen sich zu entspannen und wieder einzuschlafen

– Wenn Sie für längere Zeit nicht wieder einschlafen können, ist es ratsam in einen anderen Raum zu gehen und sich für ca. 30 Minuten mit Dingen zu beschäftigen, die eintönig sind und nicht aufregen. Danach gehen Sie wieder ins Bett zurück und wiederholen den Vorgang, wenn Sie nach 15 Minuten noch nicht eingeschlafen sind.

– Wenn Sie nachts aufwachen, weil Sie sich mit Ihren Gedanken im Kreise drehen, kann es helfen diese Gedanken aufzuschreiben. Dann können Sie die Gedanken nicht vergessen und beruhigt weiterschlafen

– Versuchen Sie vor dem Schlafengehen Stress abzubauen, z.B. mit einem Abendspaziergang, ruhiger Musik, Entspannungsübungen, leichte Literatur oder einem warmen Bad. Stresshormone sorgen für ein erhöhtes Aktivitätsniveau und hindern den Schlaf.

Einseitiger Hörverlust und Tinnitus

Es gibt viele Ursachen für einen Tinnitus. Wenn Sie nur auf einem Ohr schlecht hören und vielleicht auch manchmal Gleichgewichtsstörungen auftreten, dann könnte es eine organische Ursache für ihren Tinnitus geben.

In diesem Fall sollten Sie sich unbedingt von einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt untersuchen lassen.

Organische Erkrankungen in Verbindung mit einem Tinnitus lassen sich in der Regel gut therapieren.

Ausdauersport reduziert Stress

Es gibt kaum eine gesündere Methode zum Stressabbau als den Ausdauersport. Beim Sport bauen Sie das Stresshormon Adrenalin ab. Ein hoher Adrenalin-Level kann langfristig das Gehör schädigen, weil das Innenohr schlechter durchblutet wird. Außerdem hilft regelmäßiger Sport bei der Gewichtskontrolle, verbessert den Schlaf und steigert das allgemeine Wohlbefinden.

Es wird empfohlen drei mal pro Woche Ausdauersport zu treiben. Jeweils mindestens 30 Minuten, wie z.B. Joggen, Radfahren, Schwimmen oder Nordic Walking.

Bitte beachten: Etwa vier Stunden vor dem Schlafengehen sollten Sie keinen Sport mehr machen.

Geduld und Hoffnung

Auch wenn es mit Ihrem Tinnitus auf und ab gehen sollte – bleiben Sie geduldig und geben Sie die Hoffnung nicht auf. Schwankungen beim Tinnitus sind ganz normal und kein Grund zur Beunruhigung. Denken Sie daran, dass auch andere Menschen in vergleichbarer Situation es geschafft haben, das Tinnitusleiden zu überwinden.

Eine wissenschaftliche Analyse aus dem Jahr 2020 hat 80 Betroffene untersucht, bei denen der Tinnitus komplett verschwunden ist und sie über den Verlauf der Verbesserung befragt. In 78% der Fälle, verlief die Verbesserung des Tinnitus schrittweise. Dabei hat sich der Tinnitus über einen größeren Zeitraum von mehreren Wochen und Monaten verbessert.

Sie können also geduldig und hoffnungsvoll sein. Ein Tipp ist, dass Sie sich auch kleine Verbesserungen bewusst machen und darüber freuen.

Gehörschutz in lauter Umgebung

Laute Geräusche und dauerhafte Beschallung können Ihr Gehör langfristig schädigen und zu einem Hörverlust führen. Hörverlust ist ein bekannter Risikofaktor für Tinnitus. Ein bereits bestehender Tinnitus kann durch weitere Hörschädigung schlimmer werden. Sie sollten daher stets auf geeigneten Gehörschutz achten.

Wenn Sie z.B. auf der Arbeit lauten Geräuschen ausgesetzt sind, sollten Sie unbedingt einen Gehörschutz tragen. Bitte beachten Sie, dass auch eine Dauerbeschallung in mittlerer Lautstärke langfristig zu einer Störung des Hörvermögens führen kann.

Für laute Konzerte gibt es speziell angefertigten Gehörschutz, der die Lautstärke reduziert ohne dass die Musik verzerrt klingt. So können Sie die Musik ohne Gefahr eines Hörverlustes genießen.

Wichtig ist allerdings: Sie sollten den Gehörschutz nicht dauerhaft tragen.

Körperlich gesund und geistig fit halten

Halten Sie sich körperlich gesund und geistig fit. Das ist der Schlüssel zum Umgang mit dem Tinnitus – aber auch mit anderen Leiden des menschlichen Lebens.

Am besten stellen Sie sich einen Plan auf und erzählen auch anderen von Ihren Zielen. Es geht darum, dass Sie sich gesund ernähren, regelmäßig Sport treiben, Alkohol in Maßen genießen, genügend schlafen und sich regelmäßig Zeit für schöne Dinge nehmen.

Leichter Einschlafen

Falls Sie Schwierigkeiten mit dem Einschlafen haben, könnten Ihnen folgende Tipps helfen:

* Achten Sie auf Ihr Schlafzimmer: kühle Temperatur und Dunkelheit sind förderlich für den Schlaf. Alles was Sie an die Arbeit erinnert oder Sorgen verursacht (z.B. auch das Handy), hat im Schlafzimmer nichts verloren

* Einschlafrituale können helfen am Abend leichter in den Schlaf zu finden. Machen Sie vor dem Einschlafen am Besten immer das selbe

* Vermeiden Sie Arbeit oder Sport in den späten Abendstunden

* Trinken Sie keinen Kaffee, schwarzen oder grünen Tee nach 15 Uhr

* Wenn Sie der Tinnitus beim Einschlafen stört, können Sie ihn mit anderen Geräuschen maskieren, um ihn weniger wahrzunehmen. Z.B. können Sie ausprobieren leise und beruhigende Musik zu hören, einen Ventilator zu verwenden oder das Fenster zu öffnen.

* Denken Sie vor dem Einschlafen an etwas angenehmes

* Wenn Sie nach 15 Minuten noch nicht eingeschlafen sind, gehen Sie in einen anderen Raum und beschäftigen Sie sich dort ca. 30 Minuten mit Dingen, die Sie müde machen.

* Eine Entspannungsübung im Bett kann Ihnen auch helfen, besser einzuschlafen

Zähneknirschen

Das Knirschen und Pressen der Zähne ist ein typisches Symptom für eine Störung des Kiefergelenks. Möglicherweise können Sie auch Ihren Tinnitus durch das Aufeinanderbeißen der Zähne verändern, so dass sich die Lautstärke oder die Tonhöhe des Tinnitus verändert.

Wenn das auf Sie zutrifft, sollten Sie sich an einen Zahnarzt oder Kieferorthopäden wenden. Bei einer erfolgreichen Behandlung kann auch Ihr Tinnitus besser werden.

Wellness

Gönnen Sie sich bewusst einen entspannten Tag in einer Therme oder ein Wellnesswochenende. Eine solche „Auszeit“ kann Ihnen helfen Stress sowie Muskelverspannungen zu reduzieren und Ihr allgemeines Wohlbefinden zu erhöhen. Anwendungen wie z.B. Massagen, Moor- und Schlammbäder können beruhigend auf den Körper und das vegetative Nervensystem wirken.
Tut Ihnen eine solche Zeit der Ruhe gut? Falls ja, dann wollen wir Sie motivieren regelmäßig einen solchen Tag der Entspannung in Ihrem Kalender einzuplanen.

Hörgerät bei Tinnitus mit Hörverlust

Wenn Sie manchmal den Eindruck haben schlecht zu hören, sollten Sie unbedingt einen Hörtest machen lassen. Einen solchen Hörtest können Sie z.B. beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO) oder einem Audiologen machen lassen.

Sollte Ihr Hörvermögen deutlich beeinträchtigt sein, ist es sinnvoll ein Hörgerät zu tragen. Das Hörgerät kann individuell auf Ihren Hörverlust angepasst werden. Es hat sich gezeigt, dass bei Tinnitus-Betroffenen mit Hörverlust, ein Hörgerät den Tinnitus dauerhaft verbessern kann. In diesem Fall wäre es wichtig, dass Sie das Hörgerät dauerhaft tragen. Bitte informieren Sie Ihren Hörgeräte-Spezialisten beim Einstellen der Hörgeräte auch darüber, dass Sie Tinnitus haben.

Atemtherapie

Die Atemtherapie ist eine Entspannungstechnik, die Ihnen helfen kann, den Stress im Alltag zu reduzieren. Es gibt viele Entspannungstechniken – probieren Sie einfach aus, welche Ihnen am meisten zusagt.
Bei der Atemtherapie konzentriert man sich auf bewusstes und korrektes Atmen und lernt sorgenvolle Gedanken auszublenden. Eine Stärke der Atemtherapie besteht darin, dass Sie auch im Alltag leicht angewendet werden kann. Bei regelmäßiger Anwendung kann dauerhaft der Stresslevel reduziert werden. Die Atemtherapie kann auch eingesetzt werden, um Angstzustände zu verbessern.

Ermunterung

Lassen Sie sich durch positive Krankheitsgeschichten von anderen motivieren. Es gibt viele Tinnitus-Betroffenen, die einen guten Weg gefunden haben, mit ihrem Tinnitus umzugehen, Menschen bei denen der Tinnitus leiser geworden oder gar verschwunden ist. Suchen Sie bewusst nach Erfolgsgeschichten, z.B. auch in Internetforen wie etwa www.tinnitustalk.com.
Allein in Europa gibt es über 40 Millionen Menschen mit Tinnitus. Sie sind nicht allein.

Freude an der Musik

Auch mit Tinnitus können Sie Freude an der Musik haben. Genießen Sie ihre Lieblingsstücke in vollen Zügen, gehen Sie tanzen und besuchen Sie Konzerte.
Lassen Sie sich nicht die Freude an der Musik nehmen. Ganz im Gegenteil! Die Musik kann Ihnen sogar helfen vom Tinnitus abzulenken.
Wichtig ist jedoch, dass Sie sehr laute Musik vermeiden, um keinen Gehörschaden dadurch zu erleiden.

Tinnitus verändert sich durch Bewegung

Bei manchen Tinnitus-Betroffen ist es so, dass sich der Tinnitus durch Bewegung verändert. Vor allem bei Bewegungen des Kiefers oder des Nackens kann es zu Veränderungen des Tinnitus kommen.
Das Gehör und die Halswirbelsäule, mit der entsprechenden Muskulatur, liegen anatomisch sehr eng zusammen. Auch die Verarbeitungsgebiete des Gehörs und die Informationen aus der Nacken- und Kiefermuskulatur stehen im Gehirn in enger räumlicher Beziehung zueinander. Aus diesem Grund können Bewegungen in Kiefer und Nacken die Wahrnehumg des Tinnitus beeinflussen.
Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, können Sie zusätzlich zum Forgtin auch noch eine Physiotherapie oder Chirotherapie in Betracht ziehen.

Vom Tinnitus ablenken

Wenn Sie eine organische Ursache für den Tinnitus ausgeschlossen haben, können Sie den Tinnitus getrost ignorieren. Es gibt keinen Grund diesem Warngeräusch Aufmerksamkeit zu schenken. Je weniger Aufmerksamkeit Sie dem Tinnitus schenken, desto weniger werden Sie sich des Tinnitus bewusst.
Lenken Sie sich vom Tinnitus ab indem Sie z.B. ins Freie gehen und bewusst die Naturgeräusche wahrnehmen. Ebenso können Sie auch Hintergrundmusik laufen lassen und ihre Aufmerksamkeit immer wieder auf die Musik lenken.

Selbsthilfegruppen

In vielen Regionen gibt es Selbsthilfegruppen der österreichischen (www.oetl.at), schweizerischen (www.tinnitus-liga.ch) oder deutschen Tinnitus-Liga (www.tinnitus-liga.de).
In Selbsthilfegruppen können Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen und gegenseitig mit Tipps und Ratschlägen weiterhelfen. Solche Gruppen können eine Möglichkeit sein, gemeinsam einen Weg zum Umgang mit den Tinnitus zu finden und dabei gesellschaftliches Leben zu führen sowie Freundschaften aufzubauen.

Tinnitus-Tagebuch

Der Tinnitus kann teilweise sehr stark schwanken. Es gibt viele mögliche Einflussfaktoren, die bei jedem Menschen anders sein können. Mit einem Tinnitus-Tagebuch können Sie vielleicht herausfinden von was ihr Tinnitus beeinflusst wird.

Nebenwirkungen von Medikamenten beachten

Es gibt eine Reihe von Medikamenten, bei denen als Nebenwirkung ein Tinnitus auftreten kann. Dazu gehören z.B. Antibiotika, Schmerzmittel, Diuretika (entwässernde Medikamente) oder Chinin. Im Beipackzettel wird das meist als „Ohrengeräusche“ bezeichnet. Tinnitus als Nebenwirkung ist zwar sehr selten, kann aber bei hoher Dosierung auftreten.
Wenn Sie regelmäßig Medikamente in hoher Dosierung einnehmen, überprüfen Sie bitte den Beipackzettel, ob Tinnitus oder Ohrengeräusche unter den Nebenwirkungen aufgeführt sind. Sollte dies der Fall sein, sprechen Sie bitte mir Ihrem Arzt darüber. Vielleicht ist es möglich, das Medikament durch ein anderes zu ersetzen. Bitte ändern Sie aber nicht eigenmächtig ihre Medikation.

Ausreichend trinken

Viele Vorgänge im menschlichen Körper brauchen ausreichend viel Flüssigkeit, um einwandfrei zu funktionieren. Wenn Sie darauf achten, dass Ihrem Körper immer genug Flüssigkeit zur Verfügung steht, tragen Sie dazu bei, Ihre körperliche und geistige Gesundheit lange zu erhalten.
Bitte achten Sie darauf, dass Sie jeden Tag ca. zwei Liter nicht-alkoholische Getränke zu sich nehmen. Alkoholische Getränke sowie Kaffee und schwarzer Tee werden hier nicht dazu gezählt.

Pulsierender Tinnitus?

Falls ihr Tinnitus pulsiert und so wie Ihr Herz schlägt, sollten Sie unbedingt einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen und eine organische Ursache für den Tinnitus abklären lassen. Organische Ursachen für den Tinnitus lassen sich meist gut behandeln.

Stille vermeiden

Wenn es um Sie herum still ist, können Sie den Tinnitus meist besser wahrnehmen. Es ist daher ratsam die Stille zu vermeiden und so häufig vom Tinnitus abzulenken. Sie können zum Beispiel im Hintergrund Musik laufen lassen oder ein Fenster öffnen, um die Geräusche von draußen zu hören. Manche Tinnitus-Betroffenen verwenden auch einen Zimmerbrunnen oder ähnliches, da das plätschernde Geräusch den Tinnitus überdeckt.

Soziale Isolation vermeiden

Soziale Interaktion ist wichtig. Ziehen Sie sich nicht aus Ihrem sozialen Umfeld zurück. Bei manchen Tinnitus-Betroffen ist es so, dass sie empfindlich auf Geräusche reagieren und daher instinktiv größere Menschenansammlungen vermeiden. Bei anderen Betroffenen ist es so, dass sie in größeren Gruppen Schwierigkeiten haben sich auf ein Gespräch zu konzentrieren und solche Situation daher vermeiden.
Bitte tun Sie das nicht! Denn eine solche Schonhaltung kann dazu führen, dass die Schwierigkeiten sogar weiter zunehmen. Arbeiten Sie stattdessen aktiv dagegen, begeben Sie sich bewusst in soziale Situationen und vermeiden Sie die soziale Isolation.

Keine Selbstmedikation

Bitte nehmen Sie keine Medikamente gegen Tinnitus ein, ohne vorher mit einem Arzt darüber zu sprechen. Sowohl verschreibungspflichtige, also auch frei verkäufliche Medikamente haben Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Gerade bei höherer Dosierung kann es zu unerwünschten und gefährlichen Nebenwirkungen kommen.
Falls Sie regelmäßig Medikamente einnehmen und Ihre Medikation ändern wollen, sollten Sie das auch mit Ihrem Arzt besprechen.

Tinnitusforschung

Im Moment wird zum Tinnitus so intensiv geforscht wie noch nie zuvor. Aktuell erscheinen jährlich über 700 wissenschaftliche Artikel, die das Verständnis über den Tinnitus verbessern, die Forschungsmethoden weiterentwickeln oder zu neuen Innovationen führen. Es gibt also Anlass mit Hoffnung in die Zukunft zu schauen.
Auch zum Forgtin wird eifrig und systematisch geforscht. Sie können uns helfen immer besser zu werden, indem Sie diese Tipps bewerten und uns Rückmeldungen zum Forgtin geben.

Balance aus Belastung und Entspannung

Es ist wichtig, dass Sie eine gute Balance aus Belastung und Entspannung für sich finden. Zu viel Belastung kann ebenso schädlich sein, wie zu wenig Belastung. Wenn die Balance aus Belastung und Entspannung nicht gegeben ist, kann sich dies auch negativ auf den Tinnitus auswirken.
Wo stehen Sie? Sind Sie gut in Balance? Brauchen Sie mehr Belastung oder mehr Entspannung?
Es ist gut sich diese Frage immer wieder zu stellen und gegebenenfalls zu korrigieren.

Termin beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO)

Falls Sie das noch nicht gemacht haben: Wenn Sie Tinnitus haben, ist es in jedem Fall sinnvoll eine Untersuchung beim HNO-Arzt machen zu lassen. Es gibt viele Ursachen für den Tinnitus. Dazu gehören auch organische Ursachen, die vom HNO-Arzt untersucht werden können.
Wenn organische Ursachen ausgeschlossen sind, können Sie getrost versuchen den Tinnitus zu ignorieren. Er muss dann nicht mehr als Warnsignal des Körpers verstanden werden.

Tinnitus führt nicht zur Hörschädigung

Manche Tinnitus-Betroffene haben die Sorge, dass der Tinnitus das Gehör schädigen kann oder sogar taub macht. Diese Sorge ist unbegründet! Eine solche Gefahr besteht nicht.
Der Tinnitus kann die Folge einer Hörschädigung sein – aber es gibt keinen Beleg dafür, dass der Tinnitus das Gehör schädigt.
Es ist allerdings möglich, dass man sich wegen des Tinnitus schlechter konzentrieren kann und somit auch Schwierigkeiten hat einem Gespräch zu folgen.

Zunahme des Tinnitus

Eine große Befürchtung von vielen Tinnitus-Betroffenen ist, dass der Tinnitus immer schlimmer wird. Diese Befürchtung können wir Ihnen nehmen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der Tinnitus mit der Zeit meist abnimmt. Bei den meisten Betroffenen ist es so, dass die Belastung des Tinnitus im Laufe der Zeit abnimmt.

Ausführliche Informationen über Tinnitus einholen

Die Lautstärke des Tinnitus kann innerhalb eines Tages schwanken. In einer Studie an 350 Betroffenen konnte gezeigt werden, dass der Tinnitus üblicherweise am Morgen lauter ist, als am Abend.
Wenn Sie also morgens mit einem lauten Tinnitus aufwachen, können Sie beruhigt sein: Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der Tinnitus im Laufe des Tages leiser werden wird.

Sündenbock Tinnitus?

Der Tinnitus ist nicht an allem schuld. Es ist ratsam den Tinnitus nicht als Sündenbock für alle Probleme und Sorgen zu sehen. Wenn Sie den Tinnitus als Ursache vieler Probleme sehen, geben Sie ihm einen viel zu hohen Stellenwert.
Vielleicht ist der Tinnitus aber ein Brennglas, dass andere Probleme erst sichtbar macht. Dann können Sie das als Chance ergreifen, um diese Probleme zu erkennen und zu lösen.

Positiv denken

Versuchen Sie negative Gedanken über den Tinnitus zu vermeiden und denken Sie stattdessen positiv. Ob Sie an ihrem Tinnitus leiden – und wie stark Sie leiden – liegt zu einem großen Teil daran, wie Sie über den Tinnitus denken.
Wenn Sie immer wieder negative Gedanken über den Tinnitus haben, ist es ratsam diese aufzuschreiben. Dann sollten Sie sich überlegen, wie Sie diese Gedanken ins Positive drehen können.
Ein Beispiel hierzu: Der Gedanke „Der Tinnitus ist das Schlimmste in meinem Leben“ kann verändert werden in „Zum Glück habe ich keine schlimmere Erkrankung“.

Teufelskreis rechtzeitig durchbrechen

Wenn Sie wegen Ihrem Tinnitus Ängste, Sorgen und negative Gedanken haben, dann kann das auch zu Veränderungen Ihres Verhaltens führen. Manche Menschen reagieren mit einem Rückzug aus dem sozialen Leben und unternehmen weniger Freizeitaktivitäten und Hobbies. Dies kann dann wiederum zu Gefühlen von Einsamkeit und Trauer, Schlaflosigkeit und Konzentrationsschwierigkeit führen.

Sie sollten diese Spirale so früh wie möglich durchbrechen. Das können Sie z.B. tun, indem Sie bewusst am sozialen Leben teilnehmen und Freizeitaktivitäten unternehmen, mit denen Sie die Schönheit des Lebens genießen können.

Gehörschutz nicht dauerhaft tragen

Gehörschutz ist wichtig, um Ihre Ohren in einer lauten Umgebung zu schützen. Allerdings sollten Sie den Gehörschutz nicht dauerhaft tragen. Wenn Sie im Alltag dauerhaft einen Gehörschutz tragen, kann es dazu führen, dass Sie den Tinnitus sogar noch viel stärker wahrnehmen. Wenn die Alltagsgeräusche gedämpft wahrgenommen werden, rückt der Tinnitus noch viel mehr ins Bewusstsein.

Besser konzentrieren

In manchen Situationen kann es schwer sein sich zu konzentrieren und der Tinnitus drängt sich immer wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit. In solchen Fällen kann es helfen im Hintergrund Musik zu hören oder ein Fenster zu öffnen, um Alltags- und Naturgeräusche wahrnehmen zu können.
Wichtig ist hierbei, dass die Hintergrundgeräusche ungefähr im Frequenzbereich Ihres Tinnitus liegen sollten. Wenn Ihr Tinnitus z.B. wie ein hoher Ton klingt, dann sollten in der Hintergrundmusik auch hohe Töne vorkommen.

Begleiterscheinungen behandeln

Jede Erkrankung besteht aus zwei Komponenten: Der Erkrankung selbst und den Folge- bzw. Begleiterscheinungen. Diese Begleiterscheinungen tragen auch wesentlich zu der Belastung bei. Manche Tinnitus-Betroffene klagen z.B. darüber, dass sie wegen des Tinnitus schlechter schlafen oder sich schlechter konzentrieren können.
Eine ratsame Strategie ist, sich auch bewusst um diese Begleiterscheinungen zu kümmern und nach Lösungen zu suchen. Oft gibt es viele andere Maßnahmen, die auch helfen können, die Begleiterscheinungen zu lindern. In dem Beispiel von den Schlafstörungen gibt es etwa mehrere Tipps, wie man das Einschlafen und Durchschlafen unterstützen kann. Sehen Sie sich dazu auch die entsprechenden Tipps in dieser App an.

Ernährung als Einflussfaktor?

Es gibt viele mögliche Einflussfaktoren, welche den Tinnitus verändern können. Auch wenn bisher wenig über die Zusammenhänge von Ernährung und Tinnitus bekannt sind, gibt es doch einzelne Tinnitus-Betroffene, die für ihren individuellen Tinnitus einen Einfluss der Ernährung entdecken konnten. Zum Beispiel berichten manche Menschen, dass scharfe Speisen ihren Tinnitus kurzzeitig lauter werden lassen. Genauso kann es auch sein, dass manche Speisen oder Getränke den Tinnitus leiser werden lassen.

Gibt es bei Ihnen auch eine Speise oder ein Getränk, das den Tinnitus verändert? Sie können das herausbekommen, indem Sie Ihre Beobachtungen aufschreiben und systematisch testen. Wenn Sie einen Zusammenhang gefunden haben, können Sie diesen nutzen, um bewusst Ihren Tinnitus zu kontrollieren.

Muskulatur entspannen

Verspannungen in der Muskulatur von Schulter, Nacken und Kiefer können auch einen Einfluss auf den Tinnitus haben und diesen lauter werden lassen. Gerade in stressigen Phasen kann es leicht sein, dass sich die Muskulatur verspannt.
Versuchen Sie in solchen Phasen die Muskulatur zu entspannen, indem Sie z.B. ein warmes Bad nehmen, sich massieren lassen oder Krankengymnastik machen. Dies kann nicht nur den Tinnitus verbessern, sondern auch insgesamt zu einem besseren Lebensgefühl beitragen.

Konzentration auf andere Dinge

Die Neurowissenschaft geht aktuell davon aus, dass man sich gar nicht gleichzeitig auf mehrere Dinge konzentrieren kann. Es ist eher so, dass der Fokus der Aufmerksamkeit hin- und herspringt. Es kann uns immer nur eine Sache gleichzeitig bewusst sein. Versuchen Sie, dass Sie Ihren Tinnitus immer seltener bewusst wahrnehmen. Das können Sie z.B. damit erreichen, dass Sie sich sehr intensiv mit etwas beschäftigen oder ein spannendes Buch lesen.
Immer dann, wenn Sie sich mit dem Tinnitus beschäftigt haben (z.B. bei der Verwendung dieser App oder dem Anlegen des Forgtin) und damit fertig sind, sollten Sie ein bewusstes Ende der „Tinnitus-Gedanken“ setzen und sich dann vollständig auf etwas anderes konzentrieren.

Geringer Krankheitswert

Obwohl der Tinnitus sehr störend und deprimierend sein kann, ist er in über 99% der Fälle harmlos und keine lebensbedrohliche Krankheit.
Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen einem subjektiven und objektiven Tinnitus. Der objektive Tinnitus ist sehr selten und hat organische Ursachen, die von einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt untersucht werden können.
Der subjektive Tinnitus ist die allerhäufigste Form des Tinnitus und entsteht durch übermäßige Aktivität von Nervenzellen im Gehirn. Dies kann zwar äußerst unangenehm für den Betroffenen sein, ist aber keine lebensbedrohliche Situation. Der Tinnitus hat damit keinen „sehr hohen Stellenwert“ in Ihrem Leben verdient.

Tinnitus als Begleiter

Wenn Sie es schaffen den Tinnitus nicht als Lebenseinschränkung, sondern als einen Begleiter zu sehen – dann haben Sie schon gewonnen!
Es gibt viele Tinnitus-Betroffene, die das geschafft haben. Versuchen Sie den Tinnitus nicht als Krankheit, sondern als ein Signal Ihres Körpers zu sehen. Dieses Signal ist mal leiser und mal lauter.

Gesunde Ernährung

Vorneweg: Bisher weiß die Forschung sehr wenig über den Einfluss der Ernährung auf den Tinnitus. Es ist keine Diät bekannt, mit der man den Tinnitus verbessern kann.
Es gibt allerdings wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse über den Einfluss der Ernährung auf den allgemeinen Gesundheitszustand. Diese Erkenntnis kann helfen, dass Sie insgesamt gesünder essen und sich besser fühlen. Dazu gehört zum Beispiel die mediterrane Ernährungsweise, bei der vor allem Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte, Nüsse sowie Olivenöl auf den Tisch kommen.
Vermeiden sollten Sie große Mengen von rotem oder verarbeitetem Fleisch, regelmäßigen Konsum von zuckerhaltigen Softdrinks und übermäßigen Konsum von Salz.
Wenn Sie eine Lebensmittelallergie oder -unverträglichkeit, eine Stoffwechselerkrankung oder Diabetes haben, sollten Sie Änderungen in Ihrem Ernährungsverhalten unbedingt auch mit Ihrem Arzt besprechen.

Nach vorne blicken

Es macht keinen Sinn sich mit Fragen zu quälen, warum man einen Tinnitus bekommen hat oder was man hätte anders machen können. Versuchen Sie die aktuelle Situation so anzunehmen, wie Sie ist und den Blick nach vorne zu richten. Mit der aktuellen Therapie des Forgtin und unseren Tipps sind Sie auf einem guten Weg und die Chancen stehen sehr gut, dass es Ihnen mit Ihrem Tinnitus in Zukunft deutlich besser gehen wird.

Geräuschüberempfindlichkeit

Manche Tinnitus-Betroffene haben auch eine Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen. Dabei werden manche Geräusche als viel zu laut wahrgenommen. Eine natürliche Reaktion darauf ist es, eine Schonhaltung einzunehmen und fortan Alltagsgeräusche zu vermeiden, indem man häufig einen Gehörschutz trägt. Dies ist nicht ratsam!
Wenn Sie dauerhaft einen Gehörschutz tragen, kann es sein, dass die Sensibilität für Geräusche sogar noch schlimmer wird. Versuchen Sie sich schritthaft an die Alltagsgeräusche wieder zu gewöhnen. In der Regel nimmt die Geräuschüberempfindlichkeit mit der Zeit ab.

Maskieren in Alltagssituationen

Versuchen Sie Ihren Tinnitus im Alltag mit anderen Dingen zu überdecken (maskieren), um sich besser auf andere Dinge konzentrieren zu können. Nachfolgend finden Sie einige Geräusche, die im Alltag helfen können, den Tinnitus zu maskieren:
• Das Ticken einer akustischen Uhr kann den Tinnitus maskieren und es Ihnen leichter machen sich auf andere Sachen zu konzentrieren
• Ein eingeschalteter Radio kann helfen den Tinnitus zu maskieren und das Tinnitusgeräusch aus dem Vordergrund zu verdrängen
• Ein plätschernder Zimmerspringbrunnen kann Sie von dem Tinnitusgeräusch ablenken und Ihre Konzentration wieder auf etwas anderes als den Tinnitus lenken
• Machen Sie einfach das Fenster auf und maskieren Sie dadurch Ihr Tinnitusgeräusch.
• Ein eingeschalteter Ventilator verursacht auch ein tinnitus-maskierendes Geräusch, sodass es Ihnen vielleicht leichter fällt sich auf etwas anderes zu konzentrieren.

Tinnitusverstärkende Faktoren reduzieren

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die üblicherweise den Tinnitus verstärken können. Dazu gehören soziale und psychische Probleme, Stress, Ängste, Müdigkeit, Einsamkeit, Schmerzen, muskuläre Verspannungen und Depressionen.
Wenn es Ihnen gelingt diese Einflussfaktoren gering zu halten, stehen die Chancen sehr gut, dass Ihr Tinnitus besser wird.

Entspannungstechniken gegen Stress

Es gibt verschiedenen Entspannungstechniken, die Ihnen dabei helfen können, den Stress zu reduzieren. Probieren Sie einfach aus, welche Technik Ihnen am besten liegt. Diese Techniken werden oft in Kursen von Krankenkassen oder an der Volkshochschule angeboten. Hier ist eine Auswahl von möglichen Entspannungsverfahren:
• Bei der progressiven Muskelrelaxation lernen Sie durch Anspannen und Loslassen bestimmte Muskeln zu entspannen
• Das autogene Training ist ein Verfahren, bei dem Sie lernen Muskeln, das Herz-Kreislauf-System und das vegetative Nervensystem bewusst zu entspannen
• T’ai Chi, Qi Gong oder Yoga bieten Übungen, bei denen man sich auf die Körperbewegung und Atmung konzentriert
• Bei der Meditation lernen Sie eine Art Selbsthypnose, bei der Sie bewusst entspannen und innerlich zur Ruhe finden

Tinnitus klickt und knackt

Sie brauchen sich keine Sorge bei klickenden oder knackenden Tinnitus zu machen.
Wenn Sie Ihren Tinnitus als Klicken oder Knacken beschreiben, könnten die Muskeln im Ohr oder Ihre Ohrtrompete ursächlich dafür sein. Lassen Sie auch diese Form des Tinnitus vom Hals-Nasen-Ohren-Arzt abklären. Diese Geräusche sind allerdings oft harmlos und gehen meist von selbst wieder weg. Klickende Geräusche kommen, oft von Verkrampfungen von zwei kleinen Muskeln im Ohr und klackende/schmatzende Geräusche hängen meist mit dem Öffnen der Ohrtrompete zusammen. Das klackende/schmatzende Geräusch tritt meist mit Erkältungen auf und verschwindet auch wieder, wenn der Schnupfen vorbei ist.

Ausführliche Informationen über Tinnitus einholen

Wenn Sie mehr Wissen über den Tinnitus haben, hilft es Ihnen vielleicht, Ihren Tinnitus besser zu verstehen und verschafft Ihnen einen anderen Blick darauf.
Informieren Sie sich in der Fachliteratur über Tinnitus. Lesen Sie Berichte über Tinnitus-Betroffene, die Ihnen das Symptom Tinnitus erklären und nützliche Hintergrundinformationen bereitstellen. Auch in dieser App, geben wir Ihnen nützliche Tipps und Informationen zum Umgang mit Ihrem Tinnitus.

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