Innerhalb weniger Wochen bis Monate verringert sich der subjektiv wahr­genommene Tinnitus maßgeblich.

ForgTin® Forschung seit April 2017

Die Geschichte des ForgTin® begann, als Klaus Grübl, Erfinder des jetzigen Ohrbügels, nach 19 Jahren Tinnitus und „austherapiert“ anfing mit seinem eigenen Tinnitus zu experimentieren und eine Zufallsentdeckung machte. In ersten Selbstversuchen veränderte er seinen Brillenbügel derart, dass er kontinuierlichen Druck an bestimmten Bereichen/Punkten am Ohr verursachte. Im Laufe der Zeit erlebte Klaus Grübl seinen Tinnitus immer leiser und inzwischen hat er seinen Tinnitus nahezu komplett vergessen.

In weiteren Entwicklungen wurde der Bügel weiter optimiert und heute ist das ForgTin® ein Hightech Produkt aus 3D-gedruckten Materialen, die auch für medizinische Implantate verwendet werden. Mehrere Silikondruckelemente können individuell auf den Nutzer angepasst werden.

Abnahme des Tinnitus im Laufe der Anwendung von ForgTin®

Die Grafik zeigt eine typische Verlaufskurve bei der Anwendung von ForgTin®. Über den Zeitverlauf der Anwendung ist ersichtlich, dass sich der Tinnitus beim Patienten erheblich verändert! (die Empfindung der Lautstärke des Tinnitus nimmt erheblich ab). Patient*Innen beantworten dazu während der Studie regelmäßig die Frage „Wie laut empfinden Sie den Tinnitus aktuell?“.

Das Abnehmen der Tinnitus Lautstärke mindert die Belastung

Auch die Frage „Wie belastend empfinden Sie den Tinnitus aktuell?“ wird den Patient*Innen während der Studie gestellt. Mit der Reduktion der Tinnitus Lautstärke nimmt auch die Belastung, die durch den Tinnitus entsteht ab, das zeigt diese Grafik.

ca. 40% der Patienten dokumentierten eine statistisch signifikante Reduktion der störenden Ohrgeräusche innerhalb von nur 6 Wochen. (Detail Studie 3)

Sowohl die Lautstärkenkurve als auch die Stresskurve verringern sich über den Zeitraum im Mittel erheblich. Zwischenzeitliche Spitzen wurden meist ausgelöst durch vorübergehende hohe emotionale Stressbelastungen, wie zB. Todesfälle, Krankheiten oder anderen emotionalen Stress. Zwischenzeitliche Spitzen können auch erlebt werden, wenn bei multifrequentiellem Tinnitus das bislang prominente Tinnitusgeräusch verschwindet und dadurch eine neue Tinnitustonfrequenz wahrgenommen wird, jedoch nicht mehr so laut und störend. In weiterer Folge kommt es auch hier zum Vergessen und zum Abflachen der Kurve.

Studie 1

Der Erfolg an einer einzelnen Versuchsperson, dem Erfinder, ist natürlich noch nicht aussagekräftig. In einem nächsten Schritt wurde daher eine einarmige Studie mit 20 Teilnehmern (10 weiblich, 10 männlich, Durchschnittsalter 55, durchschnittliche Tinnitusdauer 5 Jahre) gestartet. Alle Studienteilnehmer haben das Forgtin über einen Zeitraum von 6 Monaten getragen und die Tinnituslautstärke sowie die Tinnitusbelastung in einem elektronischen Tagebuch dokumentiert. Alle Studienteilnehmer berichteten eine Abnahme der Tinnituslautstärke. 30% der Studienteilnehmer gaben an, dass der Tinnitus im Beobachtungszeitraum nahezu vollständig verschwunden ist (Verbesserung über 90%). Die restlichen 70% der Studienteilnehmer berichteten eine Abnahme des Tinnitus zwischen 30-90%. Von den Studienteilnehmern wurden keine Nebenwirkungen berichtet.

In Abbildung weiter unten zeigt den Verlauf des Tinnitus von einem Studienteilnehmer. Bei dieser ersten Studie gab es noch keine Kontrollgruppe.

Studie 2

Im November 2020 startet eine zweiarmige, randomisierte, klinische Studie in Oberösterreich. Das Ende der Studie ist für August 2021 geplant. Mit dieser klinischen Studie wird die Wirkung des ForgTin® weiter untersucht und gegen eine Kontrollgruppe verglichen, die im selben Zeitraum keine Tinnitustherapie bekommt. Alle Teilnehmer werden vom Studienarzt vor, während und nach der ForgTin®-Anwendung medizinisch untersucht. Primärer Erfolgsparameter für die Studie ist die deutschsprachige Version des Tinnitus Handicap Inventory (THI) Fragebogens. Der Zeitrahmen dieser Studie beträgt 10 Monate. Neben dem Vergleich der ForgTin®-Anwendung mit einer randomisierten Kontrollgruppe, soll in der Studie auch untersucht werden, welche Arten von Tinnitus besonders gut auf die Anwendung des ForgTin® ansprechen. Hierzu werden auch weitere Faktoren bezüglich Stress, Nacken- und Kieferverspannungen, Vorerkrankungen sowie emotionale Faktoren miterfasst.


Mit 16.11.2020 wurde unter der EK Nr: 1229/2020 von der Ethikkommission der Medizinischen Fakultät der JKU Linz das Votum für den Start der Studie erteilt.


Diese Studie wurde ebenso unter der Identifizierungsnummer „NCT04623957“ bei Clinical Trials.gov  registriert.

abbildung1_studie1

Abbildung: Verlauf eines Studienteilnehmers
x-Achse: Dauer, in Summe 6 Monate
y-Achse: Lautstärke/Belastung 0-10

Studie 3

Seit Oktober 2020 werden die Daten aus der APP und den beiden Onlinefragenbögen zusammengeführt und anonymisiert.
Folgende universitären Institute,
– das Department of Psychiatry and Psychotherapy, University of Regensburg,
– das Centre for Cognitive Neuroscience and Department of Psychology, University of Salzburg, und
– das Institute of Clinical Epidemiology and Biometry, University of Würzburg
haben diese bislang gewonnenen Daten ausgewertet und mit denen in einer früheren durchgeführten vergleichbaren Studie (ohne Benutzung des ForgTin) in Beziehung gesetzt.

Die Ergebnisse belegen eine statistisch signifikante Reduktion innerhalb von 6 Wochen

  • bei ca. 39% aller ForgTin® –Nutzenden eine Reduktion der subjektiv wahrgenommenen Tinnituslautstärke.
  • bei ca. 41% aller ForgTin® -Nutzer kam es zu einer Reduktion der Kieferverspannung.
  • bei ca. 39% führte es zu einer Reduktion der Nackenverspannung.
  • zusätzlich wurde eine starke Reduktion des individuell wahrgenommenen Stresslevels bei 40% der ForgTin®-Nutzenden gefunden.

    Schlee, W.; Simões, J.; Neff, P.; Pryss, R. Auricular Acupressure Combined with Self-Help Intervention for Treating Chronic Tinnitus: A Longitudinal Observational Study. Preprints 2021, 2021060606 (doi: 10.20944/preprints202106.0606.v1).)

    Ausblicke auf weitere Studien ergeben  nach einem Zeitraum von 12 Wochen folgende statistisch signifikante Reduktion

    • bei 60% aller ForgTin® –Nutzenden eine Reduktion der subjektiv wahrgenommenen Tinnituslautstärke.
    • bei ca. 21% aller ForgTin®-Nutzenden dokumentieren eine Reduktion des Tinnituslaustärke auf 0.

    Laabstraße 96
    5280 Braunau/Inn

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